Dienstag, 11. Februar 2020

Magie des Geschmacks: persisch-orientalische Genussküche mit Ghodrat Ramzani

Anfang Februar ließen sich 16 Teilnehmende von Ghodrat Ramzani (kulinarisch) in den Orient entführen. Dabei kamen nicht nur Gerichte aus dem Iran, sondern auch aus Nordafrika, Libanon, Türkei, Afghanistan, Pakistan und Indien auf den Tisch. Sie alle eint die jahrtausendalte Kochkultur, die Liebe zum Kochen mit wunderbaren Gewürzen wie Rosenblätter, Zimt, Kardamom und Safran. Die von Ghodrat Ramzani mitgebrachten Bildbände vermittelten zudem tolle Einblicke in die faszinierende persische Kultur.


Als einen kleinen „Appetizer“ gibt es hier ein Rezept zum Nachkochen für Euch – es ist ein Rezept aus der Küche des Nordirans, die am 21. März in einem weiteren Kochkurs mit Ghodrat Ramzani im Mittelpunkt stehen wird. Wer noch einen der wenigen freien Plätze ergattern möchte, sollte sich allerdings lieber etwas beeilen!


Enartim (Nordiran)
Garnierte Auberginen mit sauren Granatapfelkernen für 6 - 8 Personen (vegan).

Zutaten:
500 g Auberginen (in feinen Ringen anbraten) – wahlweise Zucchini
5 große Zwiebeln (in feine Streifen geschnitten)
5 Zehen Knoblauch (fein gehackt)
50 g getrocknete saure Granatapfelkerne (abwaschen)
1 EL Tomatenmark
2 EL saures Granatapfelmark
1 EL braunen Zucker
50 g Walnüsse (zerkleinert und geröstet, zum Dekorieren)
100 g frische Granatapfelkerne (zum Dekorieren)
etwas Salz; Pfeffer und Curcuma
ca. 50 ml Wasser


Zubereitung:
Auberginen längst in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden, einsalzen, in einem Sieb abtropfen lassen (ca. 30 Minuten). Danach kurz abwaschen, trocknen und goldbraun anbraten. Das Öl in einem Sieb abtropfen lassen.
Die Zwiebel und Knoblauch auf mittlerer Stufe mit ein wenig Curcuma anbraten, das Tomatenmark sowie das  Granatapfelmark und die Granatapfelkerne. Das Ganze mit braunem Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Ca. 50 ml Wasser hineingeben.
Angebratene Auberginen in eine Auflaufform geben, die Soße hinzufügen und in einem vorgeheizten Backofen (150 Grad) ca. 20 Minuten köcheln lassen.
Am Ende mit ein wenig Granatapfelmark, gerösteten Walnüssen und frischen Granatapfelkernen verzieren – und sich diese nordiranische Spezialität mit Fladenbrot munden lassen!!!

Fotonachweis: Ghodrat Ramzani



Mittwoch, 5. Februar 2020

Akademieküche international: Koreanische Küche

Seit Oktober 2019 begeistert Sanyoung Kim in unserer Akademieküche ihre Kursteilnehmenden mit leckerer koreanischer Küche. Ob Traditionsgerichte, Partyhäppchen, vegan oder mit Fleisch und Fisch – die koreanische Küche ist einfach vielseitig: In ihrer über 5000-jährigen Geschichte hat sich die koreanische Küche sehr vielfältig entwickelt und bietet Gerichte aus dem Meer, den Bergen und den Ebenen.

Im Januar gab Sanyoung Kim in der Akademieküche bereits eine Kostprobe koreanischer Köstlichkeiten: Am 16. Januar kamen schnelle Gerichte  auf den Teller, die auch nach einem (harten) Arbeitstag fix und unaufwändig zubereitet werden können, wie etwa Hämul pa jeon  (koreanische Pfannkuchen mit Meeresfrüchten und Gemüse) oder Kongnamul Guk (Sojasprossensuppe).



Doch in diesem Semester bieten sich Ihnen noch viele weitere Gelegenheiten, die koreanische Küche kennenzulernen. Als besonderes Highlight bietet Sanyoung Kim bei uns im Juni auch Einblicke in die weitgehend unbekannte nordkoreanische Küche V220832. Aufgrund der unterschiedlichen geografischen und landwirtschaftlichen Gegebenheiten im Norden und Süden und bedingt durch die Teilung Koreas hat sich im Nordteil eine eigene Küche herausgebildet.


Für folgende Kurse von Sanyoung Kim können im laufenden Semester noch Plätze gebucht werden:
Partyfood koreanisch, 10.3. (V220808)
Traditionelle koreanische Küche, 21.4. (V220816)
Vegane koreanische Küche, 12.5. (V220824)
Nordkoreanische Küche, 16.6. (V220832)
Koreanische Komfort-Küche, 30.6. (V220840)
Koreanische Küche - einfach zuzubereiten, 21.7. (V220848)

Montag, 13. Januar 2020

Warmes Frühstück: Mit mehr Energie in den Tag

An dunklen Wintertagen fällt es vielen schwer, aus dem Bett zu kommen. Da weckt ein warmes Frühstück müde Geister und schafft ein angenehm wohliges Gefühl im Bauch. Es ist in der Regel besser bekömmlich als das typisch deutsche Brot mit Marmelade, Käse oder Schinken, da für die Verdauung weniger Energie benötigt wird. Außerdem sättigen warme Mahlzeiten länger und beugen Heißhungerattacken vor.


Nicht nur die Schotten schwören auf einen warmen Porridge zum Frühstück. Der klassische Haferbrei ist lecker und schnell zubereitet. Für eine Portion werden 200 ml Wasser in einem kleinen Topf zum Kochen gebracht. Vier Esslöffel zarte Haferflocken hinzufügen und bei schwacher Hitze 10 Minuten quellen lassen. Mit einer Prise Salz abschmecken und mit verschiedenen Toppings wie Apfel, Banane, Trockenobst, Nüssen, Leinsamen oder Chiasamen, Nussmus oder einem Löffel Honig genießen. Statt mit Wasser lässt sich der Brei auch mit Milch, Kokos- oder Mandeldrink zubereiten. Glutenfreie Alternativen zu Hafer sind Buchweizenflocken, Amaranth, Hirse oder Quinoa.


Oder wie wäre es mit einem warmen Auflauf mit Früchten? Langschläfer können ihn am Vortag backen und morgens nochmal kurz im Ofen erwärmen. Dazu zum Beispiel Bananenscheiben und Beerenfrüchte in einer gefetteten Auflaufform verteilen, klein gehackte Nüsse, ein wenig Backpulver, Kardamom, Zimt und Salz vermengen und auf die Früchte streuen. Darüber kommt eine Mischung aus Milch und einem Ei, etwas Ahornsirup, Vanille und Butter. Nach Belieben können noch Bananenscheiben, Beeren, Nüsse und Butterflocken darüber gegeben werden und das Ganze dann bei 190 Grad für 40 Minuten backen.

So mancher Frühstücksmuffel lässt sich auch für Rührei mit Gemüse und frischen Kräutern begeistern. Bei einem klassischen Bauernfrühstück werden noch Gewürzgurken und gekochte Kartoffeln hinzugefügt. In Nordafrika wird als erste Mahlzeit des Tages häufig Shakshuka, Spiegeleier in Tomatensoße, gegessen.


Wer schon einmal als Rucksackreisender in Südostasien unterwegs war, weiß auch Suppen als Frühstück zu schätzen. Gerade in sehr warmen Gefilden bietet sich eine warme Suppe an zu einer Tageszeit, die noch nicht ganz so heiß ist und hervorragend sättigt. In Vietnam zum Beispiel ist eine Nudelsuppe in sämtlichen Variationen weit verbreitet. Ganz in der Tradition von Reisbauern, die den ganzen Tag auf dem Feld arbeiten und erst abends wieder etwas essen können. Suppen bieten sich aber auch hierzulande an, da man sie nach eigenem Belieben im großen Topf kocht und morgens einfach portionsweise warm macht. Und wer es ein bisschen typisch deutsch mag, kann dazu ja ein Brötchen oder eine Scheibe Brot essen.


Unsere Kursempfehlungen:

Suppen für die Seele
2 x ab Mi, 5. Feb., 18.30 - 21.30 Uhr, U 1, 41 €, U216254

The Essential of Coffee
Fr, 13.3., 17.30 - 20 Uhr, U 1, 30 €, V223420

Von Dinkelkorn bis Weizengluten - was steckt in unserem "täglich Brot"?
Mi, 25.3., 19 - 21 Uhr, U 1, 15 €, V230120

Quelle: Bundeszentrum für Ernährung, Newsletter 1 vom 2.1.20

Dienstag, 17. Dezember 2019

Für Euch gelesen: Leckeres aus der Tajine

Schon seit Jahrtausenden nutzen die Nomaden Nordafrikas, auch Berber genannt, die Tajine. In dem traditionellen Lehmtopf werden Fleisch und Gemüse besonders schonend gegart.
Durch das langsame Schmoren bei niedrigen Temperaturen werden die Zutaten saftig und aromatisch, bleiben aber dennoch knackig.

Das Prinzip ist einfach: Der runde, flache Lehmtopf hat einen kegelförmigen Deckel, an dessen höchster Stelle eine kleine Mulde ist. In diese Wölbung wird vor dem Garen kaltes Wasser eingefüllt. Beim langsamen Erhitzen steigt der Dampf nach oben und kühlt an dem kalten Wasser ab. Er kondensiert und läuft an den Seiten des Deckels wieder nach unten in den Topf. Die Hitze wird gleichmäßig in der Tajine verteilt, denn Lehm ist ein guter Wärmespeicher. Auf diese Weise werden die Speisen langsam und schonend im eigenen Saft gegart. Das erhält die Nährstoffe, das Eigenaroma und die Bissfestigkeit der Zutaten.


Die Tajine ist ideal für die Zubereitung von orientalischen Eintöpfen wie Lamm mit Aprikosen und Pistazien oder Hühnchen mit Kürbisspalten und Couscous. Die Vorbereitung kostet nicht viel Zeit. Gemüse und Obst müssen lediglich geschält und zerkleinert werden. Fisch und Fleisch kann man zunächst in Öl anbraten und anschließend mit den übrigen Zutaten aufschichten. Generell läuft der Garprozess von innen nach außen. Kartoffeln und hartes Gemüse kommen in die Mitte des Topfes, denn hier ist die Hitze am größten. Lebensmittel mit kurzer Garzeit wie Tomaten, Feigen, Datteln und Nüsse sind am Rand gut aufgehoben. Eventuell wird noch etwas Wasser hinzugefügt. Natürlich dürfen orientalische Gewürze wie Kreuzkümmel, Safran und Kurkuma nicht fehlen. Je nach Zutaten und Hitzezufuhr beträgt die Schmorzeit eine halbe Stunde bis zu mehreren Stunden. Kurz vor dem Servieren kommen je nach Rezept noch Kokosmilch oder Soßen in den Topf.

Naturbelassene Tajines aus Ton werden vor der Nutzung „eingekocht“, damit eine natürliche Schutzschicht entsteht. Danach muss der Topf vor jedem Gebrauch nur noch gewässert werden. Klassisch wird die Tajine auf dem Holzfeuer erhitzt. Moderne Schmortöpfe können aber auf allen Herdarten und im Backofen genutzt werden. Das fertige Gericht wird direkt aus dem traditionellen Kochgeschirr gegessen.

Unser Kurstipp:
Leckeres aus der Tajine Marocain
Montag, 13.1., 18 - 21.30 Uhr, U220440

Kursleiterin Mounia Blümmel stellt typische Gerichte aus ihrem Geburtsland Marokko vor. Nach dem marokkanischen Salat gibt es eine Tajine Marocain mit Kalbfleisch und Pflaumen, dazu ganz traditionell selbst gebackenes Fladenbrot. Den süßen Abschluss macht Basbousa, ein arabischer Grießkuchen.

Quelle: Newsletter des Bundeszentrum für Ernährung 3/19 vom 16.01.2019, Heike Kreutz

Montag, 2. Dezember 2019

Wein trifft Käse – Gastbeitrag von Kursleiter und Weinkenner Jens Gerdes


Oh Schreck! Ein Bild mit einem Weinglas und einer Weinflasche – beides dick durchgestrichen.
Dazu der Satz: „Das Mitbringen von alkoholischen Getränken ist verboten!“ Ist das Schild an der Eingangstür neu?
Das habe ich hier noch nie gesehen ...
Ich nehme meinen ganzen Mut zusammen und trage die Gläser und Flaschen durchs Foyer in den Fahrstuhl. Im vierten Stock der Abendakademie erwarten wir neun Gäste zu einem unterhaltsamem und lehrreichen Weinabend. Dabei soll es nicht bei trockener Theorie bleiben. Und das ist selbstverständlich mit der Abendakademie abgesprochen. Also schnell in den Seminarraum: Gläser aufgestellt, Knabbereien gerichtet, Beamer gestartet. Gäste begrüßt. Flasche entkorkt. Heute geht es um Wein und Käse, zu sieben sehr verschiedenen Weinen probieren wir neun Sorten Käse. Sehr kulinarisch also.


Los geht’s mit einem trockenen Riesling aus der Pfalz, dazu gibt es milden Cheddar und nussigen Schweizer Bergkäse. Und wie zu erwarten: Die Geschmäcker sind verschieden. Die einen finden die Kombination von Riesling und Cheddar rund und harmonisch, andere dagegen so glatt, dass sie sich fast ein bisschen langweilen. Dafür gefällt ihnen der Gruyère zum Riesling besonders gut, auch wenn der eigentlich erst für den holzfassvergorenen Chardonnay gedacht war… 
Ein Riesling-Rückblick:  Vor einigen Wochen hatten wir in der Abendakademie einen gewissermaßen „historischen“ Weinabend unter dem Titel „Weingeschichten aus der (Wein-)Geschichte“. Auch hier haben wir einen Pfälzer Riesling genossen. Der stammte von dem Traditionsweingut, dessen Riesling schon im Jahr 1869 bei der Eröffnung des Suez-Kanals ausgeschenkt wurde. Pfälzer Riesling war schon damals Weltklasse, wie uns verschiedene historische Dokumente zeigen – über die wir uns sehr amüsieren.


Zuvor hatten wir einen in der Amphore vergorenen Gutedel-Naturwein probiert, wie er ungefähr so wohl schon vor 7000 Jahren hergestellt wurde. Doch jetzt schauen wir nicht zurück, sondern nach vorn: Im heutigen Käse-Seminar ist als nächstes ein kräftiger Münster-Käse dran. Welcher Wein könnte dazu passen? Ich habe einen trockenen Gewürztraminer dazu ausgesucht, ebenfalls in einer radikalen Naturwein-Variante. Und diesmal sind sich die meisten einig: Das passt hervorragend!


Nach den deutschen Weißweinen kommen jetzt drei internationale Rotweine dran. Mit dem jeweils darauf abgestimmten französischen, spanischen, italienischen Käse. Wir genießen einfach und spielen ein bisschen „was ich schon immer mal über Wein fragen wollte“. Und was erwartet uns dann bei der Rückkehr von dieser kulinarischen Europareise? Ein edelsüßer Nachtischwein aus Deutschland – ein aromatischer Sauvignon blanc mit fast 100 Gramm Restzucker pro Liter.
Welcher Käse kann da mithalten?


Bevor wir das auflösen, gehen wir noch einmal zurück zum Weingeschichte-Seminar. Dort waren wir mit einem anderen edelsüßen Wein beinahe in der Gegenwart angekommen: Wir beschließen den Abend mit exakt der Rarität, die Queen Elizabeth vor vier Jahren in Deutschland beim Staatsbankett des Bundespräsidenten serviert bekam. Nur dass der Wein, den die britische Monarchin probieren durfte, damals erst zwei Jahre alt war. Wir trinken den gleichen Wein jetzt im Alter von sechs Jahren – er dürfte damit noch besser sein! Und genau wie die britische Monarchin essen wir Erdbeeren dazu – auch wenn es auf Schloss Bellevue „Variationen von Erdbeeren mit Holunderblüte und Alpenbuttermilch“ gab, während wir in der Abendakademie die Früchte einfach pur genießen. Die frischen Beeren und der intensive Wein sorgen für Aromenexplosionen auf der Zunge und einen royalen Abschluss des Abends – genau wie im heutigen Käse-Seminar. Hier genießen wir einen sehr reifen Roquefort zum Süßwein. Der kräftig-salzige und gleichzeitig leicht süßliche Blauschimmel-Käse findet in der konzentriert-aromatischen Süße des Weins ein passendes Gegengewicht.


Zu dieser harmonischen Verbindung möchte an diesem Abend niemand mehr viel sagen. Außer der Bitte, noch ein kleines bisschen Wein nachzuschenken – und den letzten Käseteller noch einmal herumgehen zu lassen.

Kommende Kurse von Jens Gerdes:
Bordeaux - das außergewöhnliche Rotweinseminar
Freitag, 6.12.2019, U223160
Klein, aber fein: das Weinanbaugebiet Hessische Bergstraße
Freitag, 31.1.2020, U223190
Gut, besser, Biowein
Donnerstag, 5.3.2020, V223112

Copyright für alle Bilder: Jens Gerdes

Donnerstag, 17. Oktober 2019

Für Euch gelesen: Wasser ist Lebensmittel Nr. 1


Man kann es gar nicht oft genug wiederholen: Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Kein Wunder, denn unser Körper besteht zu rund 60 Prozent aus Wasser, beim Säugling sind es rund 70 Prozent. Wasser ist Bestandteil aller Körperzellen und -flüssigkeiten, es ist als Lösungsmittel an allen Stoffwechsel- und Transportvorgängen beteiligt und Reaktionspartner in biochemischen Prozessen. Als Kühlmittel dient es zur Regulierung der Körpertemperatur.

Unser Organismus funktioniert nur dann optimal, wenn die Wasserbilanz ausgeglichen ist. Unser Körper kann Wasser nicht speichern; auf Vorrat trinken funktioniert also nicht. Wasseraufnahme und -abgabe müssen sich die Waage halten. Um den Wasserverlust über Urin, Stuhl, Haut und Lunge auszugleichen, müssen wir ausreichend Wasser zu uns nehmen – in erster Linie durch Getränke, aber auch durch wasserreiche Lebensmittel – wie etwa Obst und Gemüse. Der Körper kann auch auf sogenanntes Oxidationswasser zurückgreifen, das sich im Stoffwechsel durch den Abbau von Nährstoffen bildet.

Schon ein leichter Wassermangel macht sich unangenehm bemerkbar. Bereits ab ein bis zwei Prozent Flüssigkeitsverlust verringert sich die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Was ist nun eine wünschenswerte Trinkmenge? Für einen gesunden Erwachsenen gelten 1,5 Liter pro Tag als Minimum. Bei körperlicher Aktivität und/oder hochsommerlichen Temperaturen auch mehr. Durst ist in der Regel ein verlässliches Signal, das allerdings mit Verzögerung einsetzt: Wer Durst verspürt, hat bereits zu wenig getrunken. Bei Kindern und älteren Menschen funktioniert das Durstgefühl zudem nicht immer zuverlässig.


 Kinder benötigen vergleichsweise viel Flüssigkeit. Beim Toben oder an heißen Tagen steigt ihr Bedarf weiter an. Untersuchungen zeigen, dass Kleinkinder oft zu wenig trinken. Sie empfinden den Durst weniger stark oder vergessen das Trinken einfach. Ältere Menschen verspüren nur selten Durst. Viele trinken auch aus Angst vor häufigen Toilettengängen zu wenig. Bei diesen Personengruppen ist besonders darauf zu achten, dass sie ausreichend trinken. Das erreicht man zum Beispiel, indem man das „Tagessoll“ sichtbar bereitstellt – am Abend muss es geleert sein.

Je größer der Durst, umso besser schmeckt Wasser. Unser Trinkwasser aus der Leitung ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel und kann daher unbedenklich getrunken werden. Auch in puncto Preis und Umweltbilanz ist Leitungswasser unschlagbar. Man sollte es kurz ablaufen lassen, bis es etwas kühler über die Finger läuft. Dann besitzt es seine optimale Qualität. Auch Mineralwasser, Saftschorlen, Kräuter- und Früchtetees sind geeignete Durstlöscher; es spricht auch nichts gegen drei bis vier Tassen Kaffee oder schwarzer Tee (natürlich nicht für Kinder).

Ein Zuviel an Wasser oder anderen Getränken ist jedoch auch nicht ratsam. Problematisch wird es vor allem, wenn innerhalb kurzer Zeit sehr große Mengen getrunken werden. Das kann beispielsweise bei Extremsportler*innen der Fall sein, die mehr trinken als sie an Flüssigkeit während des Wettkampfes verlieren. Die Folge ist, dass der Salzhaushalt im Körper durcheinander gebracht wird. Der Gehalt an Natrium im Blut wird stark verdünnt. Es kann zu Symptomen wie Benommenheit, Übelkeit, Kopfschmerzen und Krampfanfällen kommen. 

Wer Probleme hat, die richtige Trinkmenge einzuschätzen, sollte einen Trinkplan für den Tag aufstellen. Hilfreich ist dabei zu jeder Mahlzeit ein Glas Wasser bereitzustellen und bei Reisen, Ausflügen oder längeren Autofahrten immer ausreichend Wasser mitnehmen. Für technikaffine Menschen ist auch eine Trink-App nützlich. Sie erinnert daran, in bestimmten Abständen eine bestimmte Trinkmenge zu sich zu nehmen. 




Wir haben für Euch einen Trinkwasserspender im Foyer aufgestellt, an dem Ihr Euch kostenlos bedienen könnt. Stilles und aufgesprudeltes Leitungswasser einfach in die mitgebrachte Flasche oder den eigenen Becher abfüllen – und schon kommt Euer Flüssigkeitshaushalt wieder in Ordnung und das Lernen gelingt leichter!


Quelle: Newsletter Bundeszentrum für Ernährung 35/19 vom 28.08.2019


Montag, 14. Oktober 2019

Nachlese: Lange Nacht der Volkshochschulen


Am 20. September feierten wir mit zahlreichen Besucher*innen das 100-jährige Bestehen der Volkshochschulen.
Unter dem vielversprechenden Motto 1001 Leckerei & Schönheit bereitete Fouzia Hammoud in der Akademieküche vor den Augen der Gäste marokkanische Leckerbissen zu, ihre Tochter verschönerte Hände mit filigranen Henna-Tattoos.


Über vier Stunden hinweg bereitete sie landestypisches Fingerfood zu wie Harscha, Couscous mit Rosinen und Mandeln, Sfenj (frittierte Hefekringel), Malawi (Teigfladen gefüllt mit Käse), Eintopf mit Kartoffeln, Karotten und Koriander, gebratene Auberginen mit Kircherbsenmehl, Maamoul-Kekse mit Datteln gefüllt. Dazu gab es Tee mit marokkanischer Minze, die mit ihrem wunderbar intensiven Aroma die Küche erfüllte und einen Smoothie mit rote Bete, Orangensaft und Ananas. Fouzia Hammoud hatte für diesen besonderen Tag ihr traditionelles Teegeschirr mitgebracht, so dass alle stilvoll ihren Minztee genießen konnten.

Ein Rezept hat uns Fouzia Hammoud verraten, und zwar für marokkanisches Harscha.
Was Ihr dazu braucht und wie einfach sich Harscha zubereiten lässt, lest Ihr hier:

Zutaten:
500 g Hartweizengrieß
1 Prise Salz
1 Prise Zucker
1 halbes Päckchen Backpulver
4 Esslöffel Öl
1 bis 2 kleine Tassen Wasser

Zubereitung:
2 Esslöffel Grieß abnehmen und zur Seite stellen.
Aus den restlichen Zutaten einen weichen Teig zubereiten, das Wasser dabei nach und nach zugeben, bis der Teig weich und zähflüssig ist. Eine runde ofenfeste Pfanne mit Öl auswischen und 1 Esslöffel Grieß darauf verteilen.

Anschließend den Teig in der Pfanne verteilen. Den restlichen Grieß (1 Eßlöffel) darüber verteilen und ca. 15 Minuten in der Pfanne erhitzen. Die Pfanne nehmen und auf ein Brett stürzen. Etwas Öl in der Pfanne verteilen und das Brot wieder in die Form gleiten lassen, sodass nun die andere Seite unten in der Form ist. Nochmals 15 Minuten auf die Herdplatte stellen, heraus nehmen und stürzen, bevor man es abkühlen lässt.

Das Harscha wird dann in Stücke geschnitten und man kann es wie ein Brötchen in der Mitte aufschneiden und mit Frischkäse, Schmelzkäse, Butter oder/und Honig bestreichen. Dazu passt noch sehr gut eine Quarkspeise oder Joghurt.

Wer Lust bekommen hat, selbst mit Fouzia Hammoud in der Akademieküche zu kochen, der sollte sich für ihren nächsten Kurs „Marokkanische Küche“ am 9.12. anmelden.


Marokkanische Küche 
Mo, 09.12.2019, 18 - 21.30 Uhr, Abendakademie, Raum 07, 26€
Kurs-Nr. U220430


Copyright für alle Bilder:
Fouzia Hammoud