Montag, 7. Januar 2019

Ein gesundes neues Jahr

Liebe Blogleser*innen,

wir wünschen Euch ein gesundes und glückliches neues Jahr und bedanken uns für Eure Lesetreue!

Wer zu Jahresbeginn gute Vorsätze gefasst hat und etwas (mehr) für die Gesundheit tun möchte, findet in unserem Programm zahlreiche Kochkurse mit leckeren, vitaminreichen und fettarmen Rezepten, aber auch ein vielfältiges Fitness- und Entspannungsprogramm – bis in den September hinein.


Wer sich mit seiner Ernährungsweise etwas mehr auseinandersetzen möchte, dem können wir zum Einen unseren Ernährungsführerschein-Kurs empfehlen, der Mitte April startet, zum Anderen die kostenlose App des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) „Was ich esse“.

Die App „Was ich esse“ hilft dabei, einmal genauer unter die Lupe zu nehmen, was den Tag über auf dem Teller landete – und auch wie viel. Mit der App kann alles, was am Tag gegessen und getrunken wurde, „eingecheckt“ werden. Der entsprechende Produktkatalog umfasst über 700 Lebensmittel mit den entsprechenden Fotos. Und welches Lebensmittel nicht enthalten ist, wird einfach mit selbst gemachtem Foto und individuellem Namen hinzugefügt. Die eingecheckten Lebensmittel werden automatisch in die Ernährungspyramide als Tagesprotokoll einsortiert. Damit nichts vergessen wird, kann man sich wahlweise auch ans Essen und Trinken von Lebensmitteln bestimmter Gruppen erinnern lassen. Parallel werden die Daten auch in eine Wochenübersicht übertragen, denn nicht der einzelne Tag muss perfekt sein, sondern die Woche zählt. Seine individuelle Ernährungspyramide kann natürlich über facebook und twitter gepostet und geteilt werden. Wer bestimmte Schwerpunkte bei seiner Ernährung setzen möchte, kann sich individuelle Ziele stecken.

Die App arbeitet mit dem von der Ernährungspyramide bekannten Handmaß als Portionenmodell, das heißt kein Kalorienzählen und kein aufwändiges Abwiegen. Was kompakt ist und in eine Hand passt, entspricht einer Portion, zum Beispiel eine Tomate. Kleinstückige oder zerkleinerte Lebensmittel, wie Brokkoliröschen, werden mit zwei Händen zur Schale geformt abgemessen. Das Portionenmodell, aber auch die Ernährungspyramide und die einzelnen Lebensmittelgruppen werden in der App mit vielen Abbildungen erläutert. Und wem das noch nicht reicht, der kann bei der Nutzung für verschiedene Aktionen fleißig Badges sammeln.

Quelle: http://www.bzfe.de/inhalt/app-was-ich-esse-987.html, Zugriff vom 18.12.18

Montag, 17. Dezember 2018

Weihnachtlicher Apfel-Crumble mit Walnüssen

Nüsse sind nicht nur zum Backen und Knabbern gut. Sie lassen sich auch für leckere Salate, ausgefallene Brote und verschiedene Gerichte zur Geschmacksabrundung verwenden. Und selbstverständlich kann man aus ihnen leckere Desserts zaubern, die perfekt in die (Vor-)Weihnachtszeit passen!












Apfel-Crumble mit Walnüssen

Ihr braucht für vier Personen:

1 Auflaufform, alternativ 4 kleine Förmchen
20 g Butter
4 Äpfel (eher mürbe, leicht säuerlich)
etwas Zitronensaft
1 Päckchen Vanillezucker

Für die Streusel:
80 g klein gehackte Walnusskerne
120 g Mehl
100 g Zucker
100 g kalte Butter
Gewürz: z. B. Zimtpulver, Spekulatiusgewürz oder Lebkuchengewürz

Backofen vorheizen (180 Grad Ober und Unterhitze, 170 Grad Umluft). Auflaufform gut ein fetten. 20 Gramm Butter in der Pfanne schmelzen lassen, dabei achten, dass sie nicht braun wird. Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und in kleine Würfel schneiden. Sofort mit Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden. Apfelwürfel mit Vanillezucker in die Pfanne geben und alles gut vermischen. Danach in die Auflaufform geben. Walnusskerne, Mehl, Zucker und Butter mit den Händen zu Streuseln verarbeiten. Über die Äpfel verteilen. Ca. 20 bis 25 Minuten im Backofen backen und warm servieren. Guten Appetit!

Tipps zur Lagerung von Nüssen:
Ganz und ungeschält halten Nüsse monatelang bei sachgerechter Lagerung. Geschälte und geriebene Nüsse müssen rasch verbraucht werden. Aufgrund des hohen Fettgehaltes können Nüsse ranzig werden - eine gelbliche, dunkle Verfärbung weist darauf hin. Außerdem sind Nüsse anfällig für Schimmelpilzbefall. Wenn Nüsse muffig riechen, sollten sie entsorgt werden.
Für eine längere Lagerung ist es besser, ganze Nüsse zu kaufen und sie erst kurz vor der Zubereitung zu mahlen oder zu hacken. Nüsse sollten grundsätzlich kühl, dunkel, trocken, gut verpackt in Säcken oder Netzen und luftig gelagert werden. Zu viel Wärme, Licht und Feuchtigkeit verkürzen die Haltbarkeit und lassen sie schneller ranzig werden oder schimmeln. Geschälte und bereits zerkleinerte Ware sollte bei angebrochener Verpackung im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dort halten sie sich maximal vier Wochen.


Und wie knackt man Nüsse am Besten?
Am Einfachsten lassen sich die meisten Nussarten mit einem herkömmlichen Zangennussknacker knacken. Der Macadamia-Nuss kann man damit allerdings nicht zu Leibe rücken. Für sie braucht man einen speziellen Öffner.
Zum Öffnen einer Kokosnuss schlägt man in zwei der drei Augen (dunkle Keimstellen) einen Nagel und lässt durch eines der Löcher das Fruchtwasser ablaufen, während durch das andere Loch Luft nachströmen kann. Hiernach die Nuss mit einer Hand festhalten und mit einem Hammer die Schale aufschlagen. Das freigelegte Fruchtfleisch in Streifen schneiden und möglichst frisch verzehren.

Quelle: BZfE, www.bzfe.de, Zugriff am 10.12.18

Montag, 3. Dezember 2018

Für Euch gelesen: Selbst buttern

Handwerklich hergestellte Lebensmittel sind im Supermarkt-Angebot eher die Ausnahme. Das gilt auch für Butter. Es gibt aber auch so genannte „Landbutter“. Das ist Butter, die handwerklich im Erzeugerbetrieb hergestellt wurde. Ihr Marktanteil ist allerdings sehr gering. Wer Lust auf solch eine Butter hat, oder aus Versehen mal zu viel Sahne gekauft hat, kann das Buttern einfach mal selbst ausprobieren.



So geht’s: Die Sahne in ein sauberes Schraubglas geben, Deckel zuschrauben und dann schütteln, schütteln, schütteln – solange, bis sich ein gelber Klumpen bildet. Das ist Butter. Beim Schütteln haben sich die kleinen Milchfettkügelchen zusammengeballt. Sie schließen Wasserreste mit ein. Das nennt man eine Wasser-in-Fett-Emulsion. Das Wasser, das übrigbleibt, ist die so genannte Buttermilch. Das ist bei der heimischen Butterfabrikation genauso wie bei der industriellen. Verglichen mit handelsüblicher Buttermilch schmeckt sie aber weniger sauer.
Wer die selbstgemachte Butter etwas fester mag, kann sie noch kneten. Auch dieser Prozessschritt findet praktisch genauso bei der industriellen Butterproduktion statt. Dabei werden die letzten Reste der Buttermilch abgeschieden. Übrig bleibt eine geschmeidige, aromatische Buttermasse. Das typische Verhältnis von Fett zu Wasser ist 80 zu 20.



Der hohe Wassergehalt ist übrigens auch ein Grund, weshalb sich Butter nicht so gut zum Braten eignet, denn Wasser spritzt, wenn es zu heiß wird. Der zweite Grund sind die Milcheiweiße, die in der Butter verbleiben. Sie verbrennen bei starker Hitze. Wer mit Butter braten möchte, sollte lieber zu Butterreinfett greifen. Das gibt es im Supermarkt, oder man kann es – natürlich – auch selbst aus Butter herstellen: Einfach eine handelsübliche Butter sachte erhitzen. Dabei flockt das Milcheiweiß aus. Es kann mit einer Kelle abgeschöpft oder durch ein feines Sieb abgefangen werden. Das Butterreinfett in einem Schraubglas fest werden lassen, fertig.

Quelle: Dr. Christina Rempe, www.bzfe.de, Newsletter vom 21.11.18

Montag, 26. November 2018

Kreativmarkt - Für jeden etwas dabei!

Am 17.11. schlugen kreative Herzen wieder einmal höher. Zum dritten Mal öffnete die Mannheimer Abendakademie für alle Personen, die sich gerne auf die Suche nach kleinen Schätzen machen, ihre Türen.























An über 45 verschiedenen Tischen, hatten Selbstmacher*innen und Hobbykünstler*innen die Möglichkeit, ihre Werke jeglicher Art, ob aus Keramik, Papier oder Holz, und auch ihre selbstgestaltete Deko, Schmuck oder Kleidung, zu präsentieren und zu verkaufen.



Von handgefertigten Seifen bis hin zu originellen Handtaschen konnte man alles entdecken -  Ein perfekter Tag, um nach einem ausgefallenen und einzigartigen Geschenk zu suchen oder sich selbst ein Geschenk zu machen, denn Weihnachten steht vor der Tür!













Der nächste Kreativmarkt findet am 16.03.2019 statt.

Montag, 19. November 2018

Gastbeitrag von Rita Fehst

Rita Fehst ist Gesundheits- und Ernährungsberaterin und bietet Vorträge zu verschiedenen Gesundheitsthemen in der Abendakademie an.
Hier ihr Tipp für die Winter- und Erkältungszeit: Mutters Hühnersuppe - der Klassiker, nicht nur bei Erkältung.

Wissenschaftler haben bestätigt, dass der Inhaltsstoff Cystein (eine Aminosäure) in der frisch zubereiteten Suppe entzündungshemmend und abschwellend wirkt. Also ideal bei Infekten der oberen Atemwege. Aber sie kann noch mehr: Der Magen freut sich über die Wärme. Die Inhaltsstoffe regen ihn an, seine Säfte zu bilden. Kollagen, für Haut und Haare, sowie Zink und Eisen finden sich ebenfalls in der Suppe. Frische Suppen streicheln die Seele und sorgen für eine wohliges, heimeliges Gefühl. Deshalb hier nun für die kommende Herbst- und Winterzeit mein oft gekochtes und von all meinen Lieben gern gegessenes Rezept für eine leckere, gesunde Hühnersuppe.


Zutaten:
1 Suppenhuhn ca. 2200 g, mit Hühnerklein von guter Qualität
Suppengemüse wie Karotten oder Pastinaken
1 Zwiebel
1 daumengroßes Stück Ingwer
6 Pfefferkörner, 6 Wacholderbeeren
Petersilie mit Stängel und Salz

Zubereitung:
Suppengemüse vorbreiten.
Zwiebel mit Schale halbieren und in ein wenig Fett anbräunen (mit der Schnittfläche nach unten legen).
Ca. 6 Liter kaltes Wasser mit dem Huhn, Gewürzen und Zwiebel (die Schale sorgt für eine schöne Farbe der Suppe) aufsetzen.
Nach dem Aufkochen bei geöffnetem Deckel leicht simmern lassen.
Schaum mit der Kelle abnehmen. Nach einer Stunde die schon weichen Hühnerbrüste heraustrennen, diese kann man dann für ein Frikassee oder einen Salat verwenden. Alles andere bleibt in der Brühe. Die Suppe mindestens zwei Stunden weiter köcheln lassen, damit möglichst viele gute Nährstoffe aus dem Fleisch und den Knochen gelöst werden. Auf ca. 4 Liter einköcheln lassen.
Suppe durch ein Sieb gießen, welches mit einem Küchentuch ausgelegt ist (Klären).
Das Gemüse in die Suppe geben und garziehen lassen.
Weitere Einlagen nach Geschmack: Reis, Glasnudeln, Gemüse, Kräuter, Pfannkuchenstreifen (als Flädlesuppe).
Wer weniger Hühnersuppe kochen möchte, reduziert einfach die Zutaten.
Wichtig ist nur das lange Auskochen!


So erhält man eine gesunde, schmackhafte Suppe, die im Kühlschrank aufbewahrt über einige Tage verbraucht werden kann. Gut schmeckt sie auch schon zum Frühstück, wie es in vielen asiatischen Ländern schon seit Jahrhunderten  zu einem gesunden Tagesanfang gehört.

Traditionelle Ernährung, wie ich sie in meiner Kindheit auf dem Bauernhof erleben durfte, fand ich jahrelang als überholt, altmodisch. Die moderne Zeit überflutet uns mit Informationen, was gesund ist und was gemieden werden sollte.
Mit der Zeit jedoch - und auch als einige gesundheitliche Probleme sich einstellten - besann ich mich auf Mutters Kochkünste. Die gute Suppe war ein fester Bestandteil unserer Ernährung. Damit hat sie die Bäuche von uns fünf Kindern erstmal voll bekommen - und außerdem Erkältungen gut abfangen können.
Sie tut gut, wärmt, sättigt und gibt uns Nährstoffe.

Eure
Rita Fehst

Mein nächster Kurs in der Abendakademie: Alte Hausrezepte & Heim-Apotheke - welche von Omas Hausmitteln wirklich helfen

Montag, 12. November 2018

100 Jahre Wahlrecht für Frauen in Deutschland




Liebe Leserinnen und Leser,

HEUTE exakt auf den Tag vor 100 Jahren wurde in Deutschland das Wahlrecht für Frauen eingeführt. Seit dem 12. November 1918 dürfen Frauen in Deutschland wählen.

Dieses Recht wurde gegen nicht unerhebliche Widerstände von Männern UND Frauen(!) eingefordert und erkämpft. Sahen doch viele die Frau von Natur aus auf den familiären Bereich begrenzt, wo Politik angeblich nichts zu suchen hatte.

Hedwig Dohm bemerkte zwar bereits 1850 „Menschenrechte haben kein Geschlecht“, aber es sollte noch weit über ein halbes Jahrhundert dauern, bis das Frauenwahlrecht gesetzlich verankert wurde...

Am 19. Januar 1919 fanden die ersten Wahlen statt, an denen Frauen mitwählen und auch kandidieren durften.

Als erste Frau im  deutschen Parlament sprach die Sozialdemokratin Marie Juchacz die heute oft zitierten Worte:

"Ich möchte hier feststellen..., dass wir deutschen Frauen dieser Regierung nicht etwa in dem althergebrachten Sinne Dank schuldig sind. Was diese Regierung getan hat, das war eine Selbstverständlichkeit: sie hat den Frauen gegeben, was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten worden ist."
Marie Juchacz 19.2.1919

„Was haben 100 Jahre Frauenwahlrecht und 70 Jahre verfassungsmäßig garantierte Gleichberechtigung erreicht?“ Dieser Frage gehen wir in unserer Kooperationsreihe forum mannheim noch bis April 2019 in monatlichen Vorträgen nach.

Den heutigen Jahrestag möchten wir jedoch ebenfalls gebührend begehen!

Schon um 15 Uhr gibt es bei uns im Saal den Vortrag „Der Kampf um das Frauenwahlrecht in Deutschland“. Von den Anfängen im 19. Jahrhundert bis zur Erlangung des Wahlrechts 1918 stellt Dr. Gudrun-Christine Schimpf Motive, Akteurinnen und Widersacher vor.

Abends steigt dann im Foyer ab 19 Uhr unsere „Wahlparty“!



Wir haben auch hier ein paar Infos zur Geschichte des Frauenwahlrechts und besonders zur Vorreiterin Hedwig Dohm, aber wir weiten das Thema aus auf Gleichberechtigung und politisches Mitspracherecht. Es gibt außerdem eine Cocktail- und Sektbar, Musik- und Tanzbeiträge und – der Eintritt ist frei!

Ihr habt es gelesen: Diese Veranstaltung ist nicht nur für Frauen! Und: Wir freuen uns, wenn ihr festliche Kleidung tragt. Also – egal ob Männlein oder Weiblein – macht euch auf, kommt vorbei und lasst uns feiern!

Wir sehen uns






P.S. Noch etwas: Frauen dürfen wählen – und sie sollten es auch tun. Denn wie die Schriftstellerin, Philosophin und Feministin Simone de Beauvoir richtig sagt: "Frauen, die nichts fordern, werden beim Wort genommen - sie bekommen nichts."

Montag, 5. November 2018

Für Euch gelesen: Die Buchecker



Wer jetzt durch den Wald oder durch eine Parkanlage spaziert, kann auf dem Boden kleine Kostbarkeiten entdecken: Bucheckern. Die energiereichen Nussfrüchte sind leider etwas in Vergessenheit geraten. Aber es lohnt sich, sie zu sammeln und zu genießen. Wichtig ist, sie vor dem Essen zu erhitzen, damit die enthaltenen Giftstoffe abgebaut werden. Dann sind sie eine leckere Knabberei und bereichern mit ihrem nussigen Aroma viele Gerichte.

Bucheckern sind die Früchte der Rotbuche Fagus sylvatica. Die Nüsse sind mit einer Länge von etwa 1,5 Zentimeter verhältnismäßig klein. Sie befinden sich zu zweit in einem stacheligen, 3 bis 5 Zentimeter langen Fruchtbecher. Bei der Reife der Nüsse springt dieser in vier Teile auf und die Früchte fallen heraus. Die Nüsse selbst besitzen eine glänzende, braune Schale und sind botanisch echte Nüsse, das heißt, alle drei Teile der Fruchtwand verholzen und umschließen einen einzigen Samen.

Die kleinen Nüsse enthalten vor allem Vitamine der B-Gruppe, Mineralstoffe wie Kalium, die Spurenelemente Zink und Eisen sowie Kohlenhydrate, Eiweiße und Ballaststoffe. Aufgrund des hohen Fettgehaltes von rund 46 bis 50 Gramm pro 100 Gramm sind sie mit knapp 600 Kalorien sehr energiereich. Die Fette liegen jedoch überwiegend in Form ungesättigter Fettsäuren vor, die unter anderem das Risiko für koronare Herzkrankheiten senken.



Bucheckern sollte man nicht roh essen, denn sie enthalten das schwach giftige Trimethylamin sowie Blau- und Oxalsäure. Um diese Stoffe unschädlich zu machen, müssen Bucheckern unbedingt vor dem Verzehr erhitzt werden. Das kann durch Rösten, Braten oder das Übergießen mit heißem Wasser geschehen. Auch das Naschen der rohen Früchte beim Sammeln sollte auf wenige Bucheckern beschränkt bleiben. Ansonsten können leichte Vergiftungserscheinungen wie Bauchschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen die Folge sein.

Wer die energiereichen Nüsse erhitzt hat, kann sie sehr vielseitig in der Küche verwenden. In der Pfanne geröstet, entfalten sie ihr nussiges Aroma besonders gut. Sie sind eine leckere und gesunde Knabberei und verfeinern zum Beispiel Salate, Müslis sowie süße und herzhafte Gerichte. Darüber hinaus können sie geschrotet, zu Mehl verarbeitet und dann verbacken werden, etwa zu Brot oder Kuchen.

Übrigens: In Notzeiten, zum Beispiel nach dem 2. Weltkrieg, dienten Bucheckern als Nahrungsmittel sowie zur Herstellung von Öl. Sie wurden gesammelt, zu Öl gepresst, geröstet und als Kaffeeersatz verwendet oder zu Mehl vermahlen. Insbesondere in sogenannten „Mastjahren“, wenn die Buchen sehr viele Früchte tragen, ist das Sammeln eine gute Gelegenheit, die gesunden Nüsse zu probieren. Ansonsten freuen sich Wildschweine, Vögel und Eichhörnchen über den nahrhaften Wintervorrat.

Quelle: Bundeszentrum für Ernährung, Newsletter 42/18 vom 17.10.2018
Heike Stommel, www.bzfe.de

Wer im Übrigen mehr zu empfehlenswerten Fetten und Ölen erfahren möchte,
ist im Vortrag von Markus Schrade richtig.