Montag, 24. September 2018

Gastbeitrag von Manuela Bonelli

Mein Name ist Manuela Bonelli und möchte mich auf diesem Wege kurz vorstellen. Ich bin 40 Jahre alt, Mutter von zwei Kindern und lebe seit 2010 in Mannheim. Die Liebe hat mich in diese wunderschöne Stadt geführt, die sich sehr schnell in mein „Kölsches Hez (hochdeutsch: Herz)“ geschlichen hat.

Meine Leidenschaft zum Backen habe ich schon von Kind an. Es war für mich immer das Größte, am Samstag mit meiner Oma gemeinsam Kuchen und Torten für den Sonntagstisch zu backen. Viele meiner Rezepte sind sehr „old school“, da sie noch von meiner Uroma und wohl auch von ihrer Mutter stammen und weitergegeben wurden. Der Duft, der an Weihnachten in der Luft liegt, wenn an dem Wochenende vor dem 1. Advent der Plätzchen-Marathon beginnt... einfach himmlisch. Da wird man sofort in seine Kindheit in die Küchenstube der Großeltern „zurückgebeamt“.

2014 begann ich, verschiedene Kurse im Bereich Motivtorten und Zuckerblumen zu besuchen und fand sehr schnell darin meine Leidenschaft, die ich gerne mit anderen teilen wollte. Somit habe ich angefangen, selbst Kurse bei der Abendakademie in Mannheim zu geben, die mir sehr viel Freude bereiten. Ich konnte bei den Kursen wundervolle Menschen kennenlernen, aus denen sich nicht selten auch Freundschaften entwickelt hatten. Unter den Teilnehmer*innen, aber auch zwischen mir und den Teilnehmer*innen.

Da der große „Hype“ im Bereich Motivtorten nachgelassen hat, gebe ich nun überwiegend Kurse für „klassische“ Kuchen, Low- Carb-Bbacken, Eltern-Kind-Backkurse „Cupcakes und Cakepops“, aber auch sizilianisches Gebäck. Wie ich dazu komme? Mein Mann kommt aus Sizilien und in meinem Urlaub durfte ich in meiner Lieblings-Pasticceria in Sizilien einige Tage mitarbeiten und als kleines Geschenk wurden mir einige Rezepte mitgegeben. So hatte ich immer die Möglichkeit, für Familienfeste, oder unserem „heiligen“ Familiensonntag, typisch sizilianisches Gebäck zu backen. Dieser Kurs kam bei den Teilnehmern besonders gut an, da sie nun das leckere Mandelgebäck aus ihrem Urlaub selbst herstellen konnten und so noch einmal in den Erinnerungen schwelgen konnten.
Um einen kleinen Eindruck von meinen kommenden Kursen zu bekommen, stelle ich Euch heute mein Grundrezept für Cupcakes vor und zeige Euch, welche tolle Möglichkeiten des Frostings und Toppings es gibt.

Mein Cupcake-Grundrezept

Zutaten:
260 Gramm Mehl
2 Teelöffel Backpulver
1/2 Teelöffel Natron
1 Prise Salz
120 Gramm Zucker (weiß, braun oder ein Mix)
2 mittelgroße Eier
100 Milliliter Öl alternativ 130g flüssige Butter
220 Gramm Joghurt alternativ Buttermilch oder saure Sahne

Zubereitung:
Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen: Mehl, Backpulver, Natron, Salz und Zucker. In einer zweiten Schüssel die flüssigen Zutaten verquirlen: Eier, Öl bzw. flüssige Butter, Joghurt bzw. Buttermilch.
Die flüssigen Zutaten zu den trockenen geben.
Alles schnell und kräftig miteinander verrühren.
Den Teig nach Belieben verfeinern (z. B. mit Likör, Backkakao, Schokodrops, Trockenobst, Oreos...) Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Mit einem Löffel, oder Eisportionierer den Teig in Papier- oder Silikonförmchen füllen; diese am besten zusätzlich auf ein Muffinblech stellen, damit sie die Form behalten.
Muffins je nach Größe ca. 20 Minuten backen.
Stäbchenprobe nicht vergessen!

Wenn die Cupcakes gut ausgekühlt sind, geht es an das Verzieren! Wie man das macht, welche Utensilien Ihr dazu braucht etc. etc. – das erfahrt Ihr in meinen Abendakademie-Kursen. Ich freue mich natürlich auch auf Ihre Ideen, die Cupcakes zu gestalten.

Hier kommt Ihr zu meinen Kursen:
Cupcakes in Love
Cakepops - Süße Leckerei am Stiel (für 1 Elternteil + 1 Kind 6 - 12 Jahre)

Montag, 17. September 2018

Analphabetismus… was hat das mit Kunst und mit uns zu tun?

...wusstet ihr schon: Deutschland hat
  • 164.000 zugelassene Rechtsanwälte
  • 1,7 Millionen Beamt*innen
  • 1,6 Millionen Millionär*innen
    und…
  • 7,5 Millionen funktionale Analphabet*innen
Diese letzte Zahl ist erschreckend. Sie bedeutet, dass wir allein in Mannheim von ca. 30.000 Erwachsenen ausgehen müssen, die das Lesen und Schreiben nicht oder nicht ausreichend gelernt haben. Sie alle sprechen gut Deutsch, dennoch sind sie in unserer, auf Schriftsprache ausgelegten, Gesellschaft deutlich benachteiligt.


Und so viel Empathie wir einem Menschen mit Seh- oder Hörbeeinträchtigung entgegenbringen, funktionale Analphabet*innen ernten bestenfalls verständnislose Blicke. Da wundert es nicht, dass die Betroffenen ihr „handicap“ häufig zu verstecken suchen und sich arrangieren, indem sie das Lesen und Schreiben vermeiden oder Unterstützung im Umfeld in Anspruch nehmen.

Am 8. September ist Weltalphabetisierungstag. 1966 von der UNESCO eingeführt soll das Thema an diesem Tag in den Mittelpunkt gerückt werden.

Die Abendakademie ist seit Langem Anlaufstelle für Betroffene in Mannheim. In diesem Jahr haben wir zum Weltalphabetisierungstag einen Kunstwettbewerb ausgerufen – denn was wäre geeigneter, um auf funktionalen Analphabetismus aufmerksam zu machen, als Bilder? Bilder haben eine eigene Sprache. Sie kommen ohne erklärende Wörter, Buchstaben, Texte aus und erreichen dadurch auch Menschen, die gerne einen Bogen um das geschriebene Wort machen.

Auf unsere Anregung hin befassten sich Student*innen und ein Dozent der Freien Kunstakademie Mannheim mit dem Thema „Erwachsene lernen lesen und schreiben“. Herausgekommen ist die Ausstellung „Das geschriebene Bild“, die noch bis zum 22. September bei uns im Foyer  betrachtet werden kann und selbstverständlich gibt es auch einen Ausstellungskatalog.




Aber noch einmal zurück zu der Zahl 7,5 Millionen: sie bedeutet ebenfalls, dass die Wahrscheinlichkeit relativ hoch ist, Betroffene im eigenen Umfeld zu haben.
Wenn ihr also jemanden kennt, der/die ein entsprechendes Lernangebot sucht:
Sprecht unsere Kolleginnen an!
Helga Hufnagel Tel.: 0621/1075-185 und Susanne Rechner Tel.: 0621/1076-187

Macht‘s gut, bis in zwei Wochen!

Euer



Montag, 10. September 2018

Für Euch gelesen: Weißdorn - Rote Beeren für Sirup und Marmelade

Wenn der Herbst beginnt, leuchten die Früchte des Weißdorns rot in den Hecken. Nur wenige wissen, dass die Beeren essbar sind. Allerdings hat das Fruchtfleisch roh eine mehlige Konsistenz. Erst verarbeitet im Kompott, Gelee, Saft, Sirup oder Chutney entfalten die Früchte ihr angenehm süß-säuerliches Aroma. Ein Mus aus Weißdornbeeren ist ein leckerer Brotbelag und gibt Müsli, Joghurt und Quark einen besonderen Geschmack. Dafür werden die Früchte in etwas Wasser für acht bis zehn Minuten weichgekocht, abgegossen und durch ein Sieb gestrichen. Wer es süßer mag, kann einen Teelöffel Agavensirup oder Honig hinzufügen.

Auch in der Volksheilkunde ist die Pflanze bekannt; so soll Bluthochdruck und Schwindel ein Tee aus den getrockneten Blüten und Blättern helfen. Die Früchte sind unter anderem reich an Vitamin C, Provitamin A und dem Ballaststoff Pektin. Sie reifen zwischen August und Oktober. Beim Pflücken sollte man vorsichtig sein und Handschuhe tragen, da Weißdorn sehr dicht wächst und viele Dornen hat. Zudem können die roten Beeren unschöne Flecken auf der Kleidung hinterlassen. Vor der Zubereitung werden sie vom Stiel abgezogen und gründlich gewaschen. Ein paar Früchte sollten aber am Strauch bleiben, da sie mehr als 30 verschiedenen Vogelarten Nahrung bieten.


Weißdornbeeren lassen sich im Verhältnis 1:1 mit Gelierzucker zu einer leckeren Konfitüre zubereiten. Dazu braucht Ihr:
Weißdornbeeren
Gelierzucker 1:1
Gläser für die Konfitüre mit Schraubdeckel
3 Töpfe
grobes Sieb

Spült die Konfitürengläser zunächst gut mit heißem Wasser aus und stellt sie umgedreht auf ein Küchenhandtuch. Die Gläserdeckel gebt Ihr in einen Topf mit Wasser und lasst sie ca. 5 Minuten im kochenden Wasser kochen (die Deckel trocknet Ihr nicht ab und schraubt sie später direkt auf die Gläser).
Die Beeren waschen und verlesen. Abwiegen und in einen Topf geben. Flüssigkeit zugeben, so dass die Beeren knapp bedeckt sind. Wer den puren Weißdorngeschmack mag, nimmt Wasser als Flüssigkeit. Alternativ kann man auch Apfelsaft oder Holundersaft verwenden.
Die Beeren lasst Ihr 20 bis 30 Minuten leicht köcheln, bis sie weich sind. Um die Kerne zu entfernen, gebt Ihr die Fruchtmasse durch ein grobes Sieb. Gelierzucker abwiegen. Anschließend kocht Ihr unter Rühren die Fruchtmasse mit Gelierzucker auf.
Wenn die Masse sprudelnd kocht, lasst Ihr sie für 2 Minuten weiterkochen. Bitte schöpft dabei den entstehenden Schaum gegebenenfalls mehrmals ab.
Gelierprobe machen: Dazu 1 Teelöffel der Masse auf einen kleinen Teller geben und prüfen, ob die Konfitüre fest wird. Unser Tipp: Zuvor einen kleinen Teller in den Kühlschrank stellen, dann geht die Gelierprobe schneller.

Die fertige Konfitüre füllt Ihr in die vorbereiteten Gläser und verschließt sie sofort mit den sterilisierten Deckeln. Gläser einige Minuten auf Kopf stellen, dann wieder umdrehen und fertig abkühlen lassen und schon ist Eure selbst gemachte Weißdornkonfitüre fertig. Lasst sie Euch gut schmecken!

Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de
Newsletter vom 06.09.2017

Montag, 3. September 2018

Zwischenstopp – 10 Jahre MAUS!

Wer hätte gedacht, dass das „Mannheimer Unterstützungsmodell Schule“ (kurz: MAUS) schon 10 Jahre existiert…?


Sechs Kolleginnen und Kollegen unseres 14-köpfigen Teams sorgen dafür, dass das Angebot so frisch ist und bleibt, wie am ersten Tag.

2008 wurde MAUS von der Stadt Mannheim ins Leben gerufen, um an (damals acht, mittlerweile 16) Mannheimer Schulen für mehr Freude, Begeisterung und – damit einhergehend – für bessere Schulleistungen zu sorgen. Wir stellen etwa zwei Drittel der Angebote und sind der größte Anbieter dieses Projekts.

Im Grunde genommen bekommt so jede MAUS-Schule ein eigenes kleines kostenloses Volkshochschulprogramm ins Haus geliefert. In den Sommerferien entwickeln wir die Inhalte, die immer auf die Anforderungen und Wünsche der jeweiligen Schule abgestimmt werden.

Wir konzipieren Kurse, in denen sich Schüler*innen intensiv in kleinen Gruppen auf anstehende Prüfungen vorbereiten können. Andere Angebote bieten Gelegenheit, neue Sportarten zu lernen, sich kreativ auszutoben und ungeahnte Talente zu entdecken.

Das Spektrum reicht von Förderkursen bis hin zu Kochen, Forscher-Kursen, Waldtagen und vielem, vielem mehr. HipHop-Tanzen hat hier ebenso seinen festen Platz wie Töpfern, Nähen, Trommeln oder Beatboxing.

Mehrere Evaluationen haben ergeben, dass mit MAUS genau die Schüler*innen erreicht werden, die von diesem Konzept profitieren. Für viele ist die Schule bunter und attraktiver geworden, nachweislich ist mit MAUS die Schulfreude gestiegen.


Zu dieser Arbeit gratulieren wir unseren Kollegen*innen und den mehr als einhundert Kursleiter*innen, die in jedem Schuljahr die MAUS-Angebote leiten! WOW – auf die nächsten 10 Jahre MAUS!

Wir sehen uns hier in zwei Wochen!

Bis dahin macht’s gut,

Euer